NETZWERK INTEGRATION UND CHANCENGLEICHHEIT RÉSEAU INTÉGRATION ET ÉGALITÉ DES CHANCES

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Regionen


Region
Paris

Politik
Als wirtschaftliche, finanzielle und kulturelle Hauptstadt bleibt Paris trotz der 1982 begonnenen Dezentralisierung weiter das Zentrum f¡¡¡¡¨¬¬¹r Politik und Verwaltung.
Der B¡¡¡¡¨¬¬¹rgermeister von Paris (Z.z. Bertrand Delanoë (PS), der am 25. März ernannt wurde) wird durch ein Team von 40 Mitarbeitern und 33 Beigeordneten unterst¡¡¡¡¨¬¬¹tzt, darunter auch Kh¡¡¡¡¨¬¬¦didja Bourcart als Beauftragte f¡¡¡¡¨¬¬¹r Integration und Mitb¡¡¡¡¨¬¬¹rger aus Nicht-EU-Staaten. Der Conseil de Paris (Pariser Rat) ist eines der wichtigsten Organe des städtischen Lebens. Seine Sitzungen finden im Allgemeinen einmal monatlich statt. Der Rat ist sowohl f¡¡¡¡¨¬¬¹r die Angelegenheiten der Gemeinde als auch des Departements zuständig und tritt deshalb sowohl als Conseil Municipal (Gemeinderat) als auch als Conseil G¡¡¡¡¨¬¬¦n¡¡¡¡¨¬¬¦ral (Generalrat) zusammen, denn das Gebiet von Paris ist in zwei unterschiedliche Gebietskörperschaften unterteilt: zum einen die Gemeinde Paris, zum anderen das Departement Paris. Dementsprechend verf¡¡¡¡¨¬¬¹gen neben dem B¡¡¡¡¨¬¬¹rgermeister auch andere Organe ¡¡¡¡¨¬¬¹ber Zuständigkeiten f¡¡¡¡¨¬¬¹r dieses Territorialgebiet, nämlich der Präfekt von Paris und der Präfekt der Region Ile-de-France als von der Regierung ernannte Vertreter sowie der Polizeipräfekt. F¡¡¡¡¨¬¬¹r alle vom B¡¡¡¡¨¬¬¹rgermeister 
und seinem Team vorgeschlagenen Projekte muss die Zustimmung des Conseil de Paris eingeholt werden. Die 163 Ratsmitglieder stimmen ¡¡¡¡¨¬¬¹ber mehrere Hundert Beschl¡¡¡¡¨¬¬¹sse und ¡¡¡¡¨¬¬¹ber den städtischen Haushalt des jeweils kommenden Jahres ab.While choosing or 2013, we need to keep certain things in our mind.

Wirtschaft
Die französische Hauptstadt ist das Hauptreiseziel von Touristen aus aller Welt und zieht aufgrund ihrer erstklassigen Infrastruktur im Bereich des nationalen und internationalen Verkehrs, der Telekommunikation, der qualifizierten Arbeitskräfte und des Zugangs zum Markt sowie den Verbrauchern und Kunden zahlreiche Unternehmen an. Kennzeichen der Wirtschaftsdynamik in Paris ist ein signifikantes Wachstum in den Bereichen Banken, Automobil und Luftfahrt sowie Energie und öffentliche Dienstleistungen.

Demgegen¡¡¡¡¨¬¬¹ber ist der Industriesektor in der Pariser Wirtschaft deutlich unterrepräsentiert. Im Jahre 2003 waren nur noch 81.000 Beschäftigte, d.h. 5,3 % der Pariser Arbeitnehmer in der Industrie tätig  der niedrigste Prozentsatz in der Region. Durch das Outsourcing bestimmter Aufgabenbereiche und den zunehmenden Einsatz von Zeitarbeitskräften verlagerten sich die Arbeitsplätze immer mehr auf den Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen. Dies gilt sowohl f¡¡¡¡¨¬¬¹r Paris als auch f¡¡¡¡¨¬¬¹r ganz Frankreich. Damit wurde die Vielzahl an Dienstleistungsunternehmen und Hauptverwaltungen großer Konzerne zu einem Charakteristikum der Pariser Industrie. Im Jahre 2005 waren in Paris 185.000 Dienstleistungsunternehmen ansässig, die damit fast zwei Drittel aller Pariser Unternehmen darstellten. Dieser Sektor beschäftigte 2005 knapp 950.000 Menschen, d.h. 40 % der Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor der Ile de France sind in Paris angesiedelt.

Das Profil der Pariser Industrie ist vor allem durch einen ¡¡¡¡¨¬¬¹berprozentualen Anteil der Verbrauchsg¡¡¡¡¨¬¬¹terindustrie geprägt: 2003 waren 81 % der Arbeitnehmer in diesem Bereich beschäftigt, gegen¡¡¡¡¨¬¬¹ber 35 % bezogen auf die gesamte Region. Vor allem zwei Tätigkeitsbereiche gelten als die beiden großen Industriezweige des Departements: Druck- und Verlagswesen (43 % der gewerblichen Arbeitsplätze) und Bekleidungs- und Lederindustrie (18 %). In diesen Bereichen sind 47 % beziehungsweise 58 % der Beschäftigten in der Region in Paris beschäftigt, wobei diese Anteile jedoch eher sinken.

Von weiterer Bedeutung ist die Ansiedlung eines breiten Spektrums an Unternehmen in Paris, die auf Kommunikations- und Informationstechnologie spezialisiert sind. Dieser Sektor ist seit 2004/05 wieder im Wachstum begriffen. Diese Unternehmen stellen  ¡¡¡¡¨¬¬¹ber 4 % der 1,5 Millionen Pariser Arbeitsplätze, vor allem in den Bereichen Beratung f¡¡¡¡¨¬¬¹r EDV-Systeme und Softwareentwicklung.

Auch im Forschungsbereich verf¡¡¡¡¨¬¬¹gt Paris ¡¡¡¡¨¬¬¹ber großes Potential. So hat die Stadt seit Langem eine Vielzahl an Universitäten, Elitehochschulen und Labors aller Disziplinen. Die öffentliche Forschung stellt mit ¡¡¡¡¨¬¬¹ber 20.000 Beschäftigten, d.h. knapp ¡¡¡¡¨¬¬¹ber einem Drittel des Gesamtpotentials der Region, und mit Forschungseinrichtungen wie dem CNRS, dem CNES, dem INRA und dem Institut Pasteur einen gewichtigen Anteil dar. Der Bereich der privaten Forschung und Entwicklung hingegen beschränkt sich auf 5 % in der Region.

Durch die Nähe zur Macht, die gut ausgebildeten Arbeitskräfte, den großen Verbrauchsmarkt und die Forschungszentren ist Paris eine attraktive Großstadt. Diese Tr¡¡¡¡¨¬¬¹mpfe ermöglichten die Entstehung erstklassiger Fabriken und ziehen neue internationale Konzerne an. Eine Großstadt hat jedoch auch ihre Nachteile: Platzmangel, hohe Grundst¡¡¡¡¨¬¬¹ckspreise, problematische Verkehrsverhältnisse und Umweltschutzmaßnahmen f¡¡¡¡¨¬¬¹hrten zu einer Verlagerung aus der Stadt in das Umland oder in die Provinz.

Soziales
Soziale und urbane Ungleichheiten konzentrieren sich hauptsächliche in denjenigen Stadtvierteln, die von der „Politique de la ville (Stadtpolitik) unterst¡¡¡¡¨¬¬¹tzt werden  . Hier leben 350.000 Menschen. Aufgabe der Stadtpolitik ist es, Zusammenhalt, Dialog der Kulturen und Lebensqualität zwischen Franzosen und Ausländern zu fördern, die einen Bevölkerungsanteil von 14,5 % in der französischen Hauptstadt darstellen. Von den 306.000 in Paris lebenden Ausländern stammen 70 % aus Nicht-EU-Staaten. Obwohl Arbeitslosigkeit und Unsicherheit der Arbeitsplätze von Ausländern in Paris niedriger sind als im restlichen Land, ist diese Bevölkerungsgruppe im Beschäftigungsbereich schlechter gestellt als die anderen Bewohner von Paris. Unabhängig vom Ausbildungsniveau muss festgestellt werden, dass bei gleicher Ausbildung Ausländer, insbesondere solche, die aus einem nicht zur Europäischen Union gehörenden Land kommen, seltener Zugang zu qualifizierten Arbeitsplätzen haben als ihre französischen Kollegen. Die Unsicherheit der Beschäftigung entwickelt sich in gleicher Richtung (sie betrifft 23 % der Nicht-EU-Ausländer und 15 % der geb¡¡¡¡¨¬¬¹rtigen Franzosen), ebenso wie die Arbeitslosigkeit (25 % gegen¡¡¡¡¨¬¬¹ber 10 %). Von diesen Problemen sind besonders junge Ausländer betroffen, die den Arbeitsmarkt betreten.

Auch die Frage des Wohnraums f¡¡¡¡¨¬¬¹r nach Frankreich  gezogene Menschen und ihre dort geborenen Kinder stellt ein wichtiges Thema dar. Häufig spielt sie eine entscheidende Rolle bei der Qualität und Geschwindigkeit der Integration der gesamten Familie in Paris.

Seit 2001 versucht die Pariser Stadtverwaltung, gegen die sozialen und territorialen Ungleichheiten zu kämpfen. Ziel dabei ist es, den Zugang zur Beschäftigung und die R¡¡¡¡¨¬¬¹ckkehr an einen Arbeitsplatz sowie die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern, Lebensumfeld und Wohnraum zu verbessern und Kultur und soziale Bindungen zu entwickeln, die die Hauptprioritäten und Maßnahmen in den ärmeren Stadtvierteln darstellen.

Die 2002 geschaffene D¡¡¡¡¨¬¬¦l¡¡¡¡¨¬¬¦gation ¡¡¡¡¨¬¬¡¡¡¡§¬¡¡¡§¬ la Politique de la ville et ¡¡¡¡¨¬¬¡¡¡¡§¬¡¡¡§¬ l’Int¡¡¡¡¨¬¬¦gration (Abteilung f¡¡¡¡¨¬¬¹r Stadtpolitik und Integration) ist zuständig f¡¡¡¡¨¬¬¹r die Umsetzung von Aktionen und Projekten in den ärmeren Stadtvierteln der Hauptstadt, in denen sich die meisten sozialen Ungleichheiten konzentrieren. Diese Abteilung legt den Schwerpunkt ihrer Arbeit darauf, die politischen Maßnahmen zugunsten von Nicht-EU-Migranten lesbarer zu machen. Die als partnerschaftliche Politik unter Einbindung von Staat, Region, ACSE (Nationale Agentur f¡¡¡¡¨¬¬¹r sozialen Zusammenhalt und Chancengleichheit), Vermietern und Verbänden konzipierte Stadtpolitik soll alle Arten von Ausgrenzung bekämpfen und umfassende Stadtviertelprojekte entwickeln. Ihre Aufgabe besteht darin, die Integrationspolitik f¡¡¡¡¨¬¬¹r Pariser Ausländer aus Nicht-EU-Staaten in ganz Paris zu unterst¡¡¡¡¨¬¬¹tzen und damit die an den Wohnsitz gebundene B¡¡¡¡¨¬¬¹rgerschaft und den Zugang der Ausländer zu den Rechten zu fördern, Diskriminierung zu bekämpfen und den Reichtum der kulturellen Vielfalt aufzuwerten.

Quelle: While choosing  



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